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whisperer
March 20, 2012

Ich wusste nicht ob es richtig war. Meine jungen Knochen waren am Zittern und ich spürte den Tod im nacken. Vielleicht war ich zu jung, um irgendwas zu verstehen. Ich war nämlich wirklich jung, kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, ob ich in die Grundschule ging zu dieser Zeit. Aber egal wie alt oder jung ich gewesen bin, ich wusste nicht ob es richtig war. Aus weiter ferne höre ich ihr Schluchzen und schleiche aus dem Bett. Mein Orientierungssinn ist großartig und ich sehe wenige Sekunden später die Schattenspiele an der Wand im Flur. Sie kommen aus dem Zimmer meiner Schwester. Das Schluchzen wird lauter, ehe es ganz erlischt. Ich stehe nur im Flur, betrachte den Schatten und habe den Drang zu weinen. Nichts kann ich tun und ich sehe zu, wie sie Höllenqualen erleiden muss. Trotzdem verstand ich nicht.
Mein Körper sinkt an der Wand herunter, bis ich den Boden brüre. Ich weiß nicht genau wie lange ich saß, bis er sein Werk beendet hatte und ohne jegliches Kommentar aus dem Zimmer verschwunden war. Nur langsam sucher ich den Weg durch die schmale Tür in ihr Bett, bete sie würde keine Angst mehr haben und drücke mich fest an sie. Sie atmet noch immer schwer und ich drücke ihr einen Kuss auf die Wange. Ich wollte sie nicht verletzen, aber das habe ich getan. Denn ich wusste nicht, ob es richtig war. Am Ende hätte ich doch nicht nur im Stillen herumschreien sollen.